Die Chronik des Schützenvereins

Der Schützenverein Altheim / Weihung wurde am 30. August 1958 gegründet. Die 25 Mitglieder – darunter fünf Frauen – wählten Alois Koch zum 1. Vorsitzenden. Im Gasthaus zur „Krone“ wurde auch gleich mit dem Schießbetrieb begonnen und es folgten bald einige gesellige Veranstaltungen.

Die Mitgliederzahl und die Leistungen nahmen stetig zu, weshalb schon bald Vergleichs- und Freundschaftsschießen mit Schützen aus der näheren Umgebung gewagt und auch mit teilweise guten Ergebnissen gewonnen wurden. Die älteste noch heute alljährlich gepflegte sportliche und gesellige Veranstaltung ist unser beliebtes Wanderpokalschießen mit unserem Patenverein aus Holzheim und den Sportschützen aus Dietenheim. Der Kreis der aktiven Schützen erweiterte sich, es erfolgte die Teilnahme an den Kreis- und Bezirksmeisterschaften, sowie an den Rundenwettkämpfen mit guten Plazierungen.

Das wohl größte Ereignis des jungen Vereins war ein guter Mittelplatz der Luftgewehrmannschaft bei der Landesmeisterschaft 1962 und die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft in Wiesbaden.

Im Jahr 1963 mußte der Schießbetrieb in der „Krone“ eingestellt werden und es wurde in einer Lagerhalle eines Baugeschäfts weiter trainiert, bis im Jahr 1964 eine Baracke erstellt und für den Schießbetrieb eingerichtet wurde. Zur Disziplin Luftgewehr kamen nun auch Luftpistole und Zimmerstutzen hinzu.

Die Mitgliederzahl, die Zahl der aktíven Schützen und auch der Kassenstand wuchsen, so daß die Vorstandschaft beschloß, zum zehnjährigen Bestehen im Jahre 1968 ein Fahne anzuschaffen. Sie trägt auf der Vorderseite das Motiv unserer hiesigen Kapelle St. Helena, sowie das Wappen der damals noch selbständigen Gemeinde Altheim / Weihung, auf der Rückseite auf grünem Grund einen schwarzen, silber bewehrten Adler, der in seinen Fängen eine Zielscheib und gekreuzte Gewehre trägt. Nachdem vorher ein großes Preisschießen stattgefunden hatte, wurde ein Festzelt aufgestellt, worin am 7. Juli 1968 die feierliche Weihe der Fahne mit vielen Schützen und Gästen aus Nah und Fern erfolgte. Am Nachmittag bewegte sich ein langer Zug mit Musik und Fahnen durch das geschmückte Dorf.

Da die Baracke von Anfang an als Übergangslösung gedacht war und die Gemeinde den Bau einer Mehrzweckhalle geplant hatte, wurde in Vorbesprechungen beschlossen, daß sich der Schützenverein an diesem Bau beteiligt und in machbarer Eigenleistung eine unterirdische Schießanlage erstellt. Im Juni 1976 wurde mit dem Bau begonnen. Neben dem Schützenstüble wurden 16 Luftgewehrstände, sowie vier Kleinkaliberstände mit 50 Metern, die bei Bedarf auch für Zimmerstutzen und Pistole – mit Zwischenstopp – benützt werden können, erstellt. Mit viel Eifer und Fleiß vieler Vereinsmitglieder ging es rasch voran, so daß die Anlage am 27.08.1977 eingeweiht werden konnte. Durch diese Gegebenheiten konnte der Schießbetrieb laufend erweitert und auch zahlreicher Nachwuchs für den Schießsport gewonnen werden. Dies war die Basis für den sportlichen Erfolg der Altheimer Schützen, der bis heute anhält.

Im August 1983 wurde in Verbindung mit dem Kreisschützenball und einem Preisschießen das 25-jährige Vereinsjubiläum gefeiert.

Es gab immer wieder Diskussionen über eine Erweiterung der Schießanlage für Pistole und Laufende Scheibe. Dabei würde sich automatisch auch das Schützenstüble vergrößern. Im Jahr 1987 wurde schließlich der Plan umgesetzt und mit vielen freiwilligen Helfern wurde die Anlage um einen Stand für Laufende Scheibe 10m, fünf Stände für Sportpistole 25m und einen Tresorraum als Waffendepot erweitert. Die Fertigstellung wurde mit einem Einweihungsschießen im März 1988 gefeiert.

Es war nun die Möglichkeit gegeben, das sportliche Angebot des Vereins zu erweitern und dadurch auch neue Schützen zu gewinnen. Somit wuchs die Mitgliederzahl auf ca. 60 aktive Schützen und ca. 140 passive Mitglieder an. In den Disziplinen Luftgewehr, Luftpistole, Kleinkalibergewehr, Sportpistole, Freie Pistole, Zimmerstutzen und Laufende Scheibe üben heute ca. fünfzehn Mannschaften der Schützen- und Jugendklassen ihren Schießsport aus und erzielen bei verschiedenen Meisterschaften und Rundenwettkämpfen meist gute Ergebnisse. Der damalige Jungschütze Cedric Walter schaffte sogar die Aufnahme in den Nationalkader der Disziplin Laufende Scheibe.

Im Frühjahr 1991 entschloß sich Alois Koch nach 33 Jahren als 1. Vorsitzender sein Amt in jüngere Hände zu geben. Hermann Edel wurde von der Jahreshauptversammlung zu seinem Nachfolger gewählt. Alois Koch wurde gleichzeitig zum Ehrenvorsitzenden gewählt.

Beachtenswert und eindrucksvoll war die Abhaltung des Bezirksschützentages im März 1996 in unserer Gemeindehalle mit ca. 550 Teilnehmern und 59 Fahnenabordnungen. Im November desselben Jahres war der Schützenverein Altheim / Weihung zum zweiten Male Gastgeber des Kreisschützenballes, der sehr erfolgreich verlief und uns zahlreiche Gäste bescherte.

Im Jahre 1998 beging der Schützenverein sein 40-jähriges Jubiläum mit einem gut besuchten Pokalschießen und einem feierlichen Festabend in der hiesigen Gemeindehalle, bei dem wir zahlreiche Gäste und viele Fahnenabordnungen befreundeter Vereine begrüßen durften.

Ein weiteres großes Ereignis der Vereinsgeschichte war der Deutsche Schützentag 2000, welcher in Ulm stattfand, wobei unser Verein mit einer großen Abordnung mit Tracht und Vereinsfahne am Umzug und an den Feierlichkeiten teilnahm.

Im folgenden Jahr beschloß die Gemeinde die Kegelbahn der Gemeindehalle aufzulösen, weshalb dem Schützenverein Teile derselben als neue Räumlichkeiten überlassen wurde. Die Vereinsführung beschloß, diesen unerwarteten Raumgewinn bestmöglich zu nutzen. Durch die Eigenleistungen einiger besonders fleißiger Mitglieder wurden zwei nebeneinander liegende Anlagen für Laufende Scheibe errichtet, die es uns ermöglichen spannende Finalwettbewerbe württembergischer Ranglistenturniere in dieser Disziplin auszurichten. Überdies sind diese Mehrzweckanlagen kombiniert mit je zwei Einrichtungen für die Disziplin Luftgewehr Dreistellungskampf. Im Zuge der Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen wurde auch ein neuer Umkleideraum errichtet und die Toilettenanlagen modernisiert.

Nach dem Abschluß dieser arbeitsaufwändigen Maßnahme entschloß sich der 1. Vorsitzende Hermann Edel nach elf Jahren hingebungsvoller und stets von großem Einsatz geprägter Tätigkeit, dieses Amt niederzulegen. Um das schwere Amt auf mehrere Schultern zu verteilen, beschloß die Hauptversammlung im Frühjahr 2002 eine Satzungsänderung, nach der die Vereinsführung zukünftig drei gleichberechtigten Vorstandsmitgliedern obliegt. Diesem Vorstandsgremium gehören seither Dietmar Egly, Christoph Rueß und Thomas Scharpf an. Gründungsmitglied Helmut Amann wird von derselben Hauptversammlung nach 40 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit zum Ehrenmitglied ernannt.

Im Folgejahr 2003 wird auch Hermann Edel zum Ehrenmitglied gewählt, bevor eine kurze Phase relativer Ruhe den Verein ergreift, die erst im Jahr 2008 durch die großen Feierlichkeiten zum 50. Jubiläum im Frühjahr und durch den Kreisschützenball im November wieder hektischer Betriebsamkeit weicht. Begleitet wurde die Phase ab 2006 von einer enormen sportlichen Leistungssteigerung, die vor allem bei einer starken und ehrgeizigen Jugend ihren Ursprung hatte und schon bald auch die älteren Schützen zu Leistungssteigerungen anspornte. Inzwischen stieg die erste Luftgewehrmannschaft in die Landes- und Verbandsliga auf, die erste Pistolenmannschaft in die Bezirksoberliga.

In den Jahren 2010 und 2011 gaben Dietmar Egly und Thomas Scharpf ihre jeweiligen Ämter ab und wurden von Thomas Pulter als Vereinsrepräsentant und von Oliver Beimel als Veranstaltungskoordinator abgelöst. 2012 wurde Horst Kreis für seine Verdienste als langjähriger Kassier zum Ehrenmitglied ernannt.

Bei Landesmeisterschaften und bei den Deutschen Meisterschaften gab es für alle Altersklassen, vor allem aber für die Jugendlichen und die Senioren viele Titel und Medaillen. Etliche unserer Jungschützen wurden ins Talentzentrum, in den Landeskader (Mark Wegerer, Christoph Kohn, Carolin Scherer) oder in das Landesleistungszentrum (Felix Ströbele, Melina Wegerer) berufen.

Folgerichtig wuchs der Bedarf nach einer modernen neuen Schießanlage, welche unter großen finanziellen Anstrengungen und mit großen Arbeitseinsatz der Mitglieder im Sommer und Herbst 2012 realisiert wurde. Seither nennt der Schützenverein 16 vollelektronische Schießanlagen in seiner rundum modernisierten Luftgewehrhalle sein Eigen.

Einen erneuten Wechsel in der Vorstandschaft gab es im Jahre 2015, als Maximilian Strauß das Amt des Veranstaltungskoordinators von Oliver Beimel übernahm.

Chronist bis 1996: Anton Rueß
Chronist ab 1996: Rüdiger Stehle

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